Was ist nur mit meinem Hund geschehen?

Was ist nur mit meinem Hund geschehen?

Als Hilde und ich in Osterholz-Scharmbeck zusammenzogen gab es einige Menschen, die mit unserer engen Verbindung nicht einverstanden waren. Hilde war schon damals immer wieder mal auf der feinstofflich-geistigen Ebene unterwegs und kannte auch einige Leute, mit denen sie über deren meist schamanische Ausrichtung zu tun hatte. Vor allem eine Frau mit engelsgleichem Namen war wohl sehr eifersüchtig, neidisch oder sonst was auf unsere Verbindung, auf mich. Dabei war ich damals noch so blauäugig und unbedarft. Im Gegenteil grenzte ich die zunehmenden unerklärlichen oder spirituellen Wahrnehmungen und Erfahrungen noch immer strikt aus meinem Tagesbewusstsein aus. (Was alles so geht!?!)

Mein Herzenshund Djoscha

Die erste Attacke fand über meinen Hund Djoscha statt. Djoscha war mein aboluter Herzenshund. Mit acht Wochen war er als Golden Retriever Welpe zu meiner damaligen Lebensgefährtin und mir gekommen.

Er hörte von Anfang an aufs Wort – ich würde sogar behaupten, dass er jedes Wort verstanden hat. Ich musste niemals streng, geschweige denn laut werden oder ihn sonstwie „korrigieren“. Die sogenannte „Hundeerziehung“ mit Djoscha erfolgte durchweg ruhig und in gegenseitigem Respekt. Wir vertrauten einander völlig. Er mir und ich ihm.

Djoscha war ein sehr besonderer Hund. Einige Jahre hatten wir bereits miteinander gelebt. Ich habe den tollen Burschen überall mit hingenommen – stets ohne Leine. Ich konnte mich immer zu 100% auf ihn verlassen. Nun lebten wir dort bei Bremen mit Hilde und ihrer Hündin Lisa zusammen. Alles war wunderbar, bis…

Plötzliche Verwandlung

Für mich aus heiterem Himmel, wich Djoscha mir eines Tages plötzlich aus. Mit eingezogenem Schwanz zog er sich vor mir zurück. So hatte ich den Hund noch niemals erlebt. Sonst hatte sein Kopf meine Hand zum Streicheln gesucht oder er seinen Körper eng an meine Beine gedrückt.

Nun wich er von hier auf jetzt ängstlich mit gesenktem Kopf meiner Hand aus. Er ließ sich nicht mehr von mir streicheln, überhaupt nicht mehr anfassen. Sobald ich auf ihn zukam, wich Djoscha mit eingezogenem Schwanz vor mir zurück. Irgendetwas versetzte diesen eigentlich so weisen Hund vor mir in absolute Angst. Djoscha wich mir aus, wo er nur konnte und suchte immerzu die Nähe von Hilde. Er lag nicht mehr bei mir, sondern legte sich von einem Tag auf den anderen immer zu Hilde. Sobald ich mich in seiner Gegenwart bewegte, duckte Djoscha seinen Kopf ängstlich nach unten. Dieses ängstliche Verhalten hatte ich nie zuvor bei dem Hund beobachtet. Konflikten, etwa mit anderen Hunden, wich er stets aus, aber selbstbewusst, niemals mit eingezogenem Schwanz. Eher klug und weise ließ er manch anderen Hund sich austoben und blieb selbst zurückhaltend – aber mit erhobenem Haupt. Wenn es sich nicht vermeiden ließ, ließ er sich von dominanten Hunden auch rammeln, aber eben nie ängstlich, sondern mit buddhistischer Weisheit. Das hat mich stets schwer beeindruckt. Und hatte er plötzlich Angst vor mir. Es war nichts zwischen uns vorgefallen. Es tat mir im Herzen unglaublich weh. Ich verstand die Welt nicht mehr.

Völlige Verzweiflung

Schließlich krabbelte er noch jede Nacht in Hildes Bett. Ich war nie ein Freund von Hunden im Bett. Djoscha hat immer in seinem Bett direkt neben meinem Bett geschlafen. Hilde hat das immer schon mit ihren Hunden anders gehandhabt. Nun schlief Djoscha nächtelang bei Hilde im Bett – und ich alleine. Darüber habe ich dann sogar noch mit Hilde gestritten. Aber sie meinte nur, dass er das jetzt brauche und es für sie ok sei. Es zerriss mir das Herz. Ich verstand überhaupt nicht, was los war. Und ich wusste nicht mehr ein noch aus. Ich fühlte mich schrecklich allein gelassen, auch von Hilde, und war völlig verzweifelt. Ich liebte Djoscha wie einen Sohn und nun hatte er ohne erkennbaren Grund plötzlich panische Angst vor mir. Es tat unendlich weh und war für mich kaum auszuhalten.

In meiner Verzweiflung wandte ich mich an meinen damaligen spirituellen hellsichtigen Lebensberater Dirk. Er schaute auf die Situation und beschrieb sogleich in seiner wertfreien Art: „Ihr Hund bekommt das Bild gezeigt, dass Sie ihn mit einer zusammengerollten Zeitung schlagen wollen. Ihr Hund ist darüber zwar auch verwirrt. Aber dieses gezeigte Bild macht ihm total Angst.“

Energiearbeit

Ich weiß nicht mehr, wie, mit welcher Form von Energiearbeit, wir diese geistige Einmischung in unser Leben aufgelöst haben. Ich meine auch mich zu erinnern, dass bis zur vollständigen Auflösung und Herstellung des ursprünglichen Vertrauens zwischen uns einige Tage gedauert hat. Aber es gelang – Gott sei Dank. Und ich hatte noch einige wunderbare und vertraute Jahre mit Djoscha.

Djoscha war ein sehr zugewandter Hund und ging mit allen Wesen, die ihm begegneten, individuelle Beziehungen ein, unter anderem tiefe Freundschaften mit anderen Hunden, gerne auch Rüden, wie hier seinem langjährigen Freund, dessen Name mir leider entfallen ist.

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